FVH Aktuell

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SV Todtnau - FVH (2:2) -> Bericht folgt

Herzlich Willkommen

Der Fussballverein Haltingen 1920 e.V. begrüßt Sie recht herzlich auf seiner Homepage



In den 20er-Jahren wurde der Fussballverein Haltingen gegründet. Die Gründungsversammlung fand am 25. Juni 1920 im Gasthaus zur Krone statt. Erwähnenswert, dass sich die Fussballinteressenten schon im Jahr 1919 in einer Unterabteilung des hiesigen Turnvereins zusammen fanden. Am Anfang der Vereinsgeschichte soll an erster Stelle den Kameraden gedankt werden, die unermüdlich den jungen Verein aufbauten. Vor allem waren dies die Herren Josef Lehmann, Eugen Beil und Josef Brecht.

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Fussballer aus dem Jahre 1919

von links:Hermann Grosse, Hans Obrecht, Georg Bischoff,
August Pfluger, Georg Reisch, Albert Lehmann,
Karl Meyer, Emil Buderer, Max Meyer

 

Kurze Zeit nach der Gründung hatte der Verein zwei aktive Mannschaften, aber noch keinen Sportplatz. Dank intensiver Umsicht gelang es der Vereinsleitung, die von Herrn Walliser/Rebgarten von der Gemeinde gepachtete Wiese

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Die Fussballer im Jahr 1920

von links: August Enderlin, Oskar Mehlin, Max Meyer, Georg Reisch, Ernst Kaufmann, Heinrich Reisch, Max Schmidhauer, Josef Wick,
Karl Pfluger

kniend: Georg Kramer, Artur Morass, Albert Lehmann, Karl Meyer, Emil Buderer, Hermann Grosse
sitzend: August Pfluger, Hermann Oetlinger, Josef Bischoff, Max Grosse, Hans Obrecht, Georg Bischoff

 

beim Schützenhaus, gegen eine jährliche Erstattung des Heuausfalls, in Unterpacht zu erhalten. Am 12. September 1920 wurde der Verein Mitglied des Süddeutschen Fussballverbandes und bestand die erste Feuerprobe durch Abhaltung eines Sportfestes anlässlich der Platzeinweihung. Im August 1921 nahm unsere 1. Mannschaft zum ersten Mal an den Verbandsspielen teil.

Leider fiel auf unser so hoffnungsvolles Vereinsleben ein sehr dunkler Schatten, die Inflation. Durch die fortschreitende Geldentwertung war es dem Verein nicht mehr möglich, die Pachtsumme (Heugeld) aufzubringen. Der Pachtvertrag wurde gelöst und der Spielbetrieb zwangsläufig eingestellt. Die Vorstandschaft richtete an die Aktiven den Appell, sich Nachbarvereinen anzuschliessen, um im Training zu bleiben. Diese Weitsichtigkeit war gerechtfertigt, denn es stand ausser Zweifel fest, dass zum Weiterbestehen eines Fussballvereins ein Sportplatz gehört.

 

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1925 vor dem damaligen Vereinslokal "Krone" Haltingen

 

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1922
von links: Josef Bischoff, August Enderlin, Georg Bischoff, Max Meyer, Hans Obricht
sitzend: Fritz Zeller, Georg Reisch, Karl Meyer, Ernst Meyer
vorn: Josef Kramer, unbekannt

 

In der denkwürdigen Versammlung am 28. Mai 1925 begann für den Verein ein neuer Lebensabschnitt. Es konnte erreicht werden, dass der alte Sportplatz von der Gemeinde unentgeltlich dem Verein wieder zur Verfügung gestellt wurde und mit Begeisterung nahmen die Aktiven wieder den Spielbetrieb auf. Die 1. Mannschaft musste wieder in der untersten Klasse anfangen, aber schnell ging es aufwärts. 1928/29 wurden wir Bezirksmeister und damit war der Aufstieg in die A-Klasse geschafft.

Am 1. Juni 1930 veranstaltete der Verein ein Stiftungsfest anlässlich des 10-jährigen Bestehens.

Die Spiele Haltingen I - Waldshut I und Friedlingen I - Nordstern Basel Prom. Waren gute besucht, was sich in einen zufrieden stellenden Erfolg niederschlug. In den folgenden Jahren suchte die Arbeitslosigkeit auch bei uns seine Opfer. Die Vereinsleitung hatte alle Mühe, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, da eine Anzahl der Aktiven arbeitslos wurden. Nach mageren Leistungen in den Vorjahren stieg die erste Mannschaft 1933 in die Kreisklasse ab. 1937 konnte der Aufstieg wieder geschafft werden. In diesem Jahr erhielt das Spielfeld durch eigene Arbeit eine Holzumzäunung. Gute spielerische Erfolge wurden 1937 - 39 erreicht. Infolge Ausbruch des 2. Weltkrieges ruhte 1940 - 45 die Vereinstätigkeit. Eine grosse Lücke hat das Völkerringen auch in unsere Reihen gerissen. In tiefer Ehrfurcht gedenken wir den gefallenen Kameraden.

Nach Beendigung des Krieges durfte nach Bestimmungen der Besatzungsmacht nur noch ein Verein bestehen. Turner, Hand- und Fussballer gründeten am 1. Juli 1946 im "Badischen Hof" die Sportfreunde Haltingen, wozu Bürgermeister Arendt Braye seine Unterstützung versprach. In den folgenden Jahren machten sich

 

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Die 1. Mannschaft 1948 beim grossen Spiel in Lörrach
von links: Oskar Fischer, Leo Kirchhofer, Harry Sachs, Fritz Buss,
Sepp Beha, Rene Stern, Erich Diehm, August Dötsch
kniend: Max Meyer, Kurt Knoll, Karl Bannholzer

 

besonders Fritz Kessler und Kurt Knoll um den Verein verdient. Leider setzte bald eine schwere Krankheit dem jungen Leben Kurt Kesslers ein jähes Ende. Kurze Zeit nach der Gründung der "Sportfreunde" durften sich die alten Vereine der Vorkriegszeit wieder neu bilden und der Fussballverein erstand wieder unter seinem alten Namen FVH. Nachdem uns das Schützenhaus zur Verfügung gestellt wurde, mussten viele Opfer und Arbeit aufgebracht werden, um dieses, besonders das Dach wieder herzurichten. Danach wurde eine Lichtanlage installiert, um auch abends trainieren zu können. Die 1. Mannschaft schlug sich in den Jahren 1947 - 50 gut.

Vom 19. - 25. Juni 1950 feierte der Verein sein 30-jähriges Bestehen mir einer Sportwerbewoche, was dem Verein einen guten Erfolg brachte.

Den grössten Erfolg seit Bestehen des FVH brachte das Spieljahr 1953/54. Die erste Mannschaft schaffte mit 42:10 Punkten den Aufstieg in die II. Amateurliga unter der Leitung des Trainers Fridolin Schetter, Haltingen. Noch heute erinnern wir uns gerne an das unvergessene 2:1 in Karsau. Das Jahr 1954 war aber auch reich an Arbeit. Wir bauten eine Spielfeldumzäunung, bestehend aus Rohrpfosten und Rohrhandleisten. Nachdem der Schützenverein wieder die Erlaubnis zum Schiessen erhielt, hatten wir nur noch zwei kleine Kabinen auf der Südseite des Schützenstandes zur Verfügung. Diese Räume reichten aber nicht mehr aus und wir traten in Verhandlungen mit dem Schützenverein betr. Gemeinsamer Sache mit dem Schützenhaus. Leider konnte keine Einigung erzielt werden.

 

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Die Meistermannschaft der A-Klasse 1954:
Alfred Ernst, Karl Lang, Rene Lauber, Otto Biendl, Sepp Beha, Franz Sütterle,
Kurt Lehmann, Udo Lettau, Günter Buschbaum, Konrad Däschle, Karl Sütterle

 

In der Generalversammlung 1954 im Gasthaus "Rebstock" stellte 1. Vorstand Fritz Martin den Antrag zum Bau eines Vereinsheimes. Die Abstimmung brachte nur eine Gegenstimme. Im September 1954 wurde unter der Führung des Architekten Gustav Fischer und Bauleiter Theo Jochem mit dem Bau begonnen. Bereits im Dezember war der Rohbau ausschliesslich mit freiwilliger Arbeitsleistung fertig gestellt. Die endgültige Beendigung des Neubaus erfolgte im September 1955. In einer Feierstunde, bei welcher der Gemeinderat, Vertreter des Verbandes und der einheimischen Vereine anwesend waren, wurde das Vereinsheim seiner Bestimmung übergeben. Das damals gebaute Vereinsheim hatte eine Grundfläche von 8 x 15 Meter. Mit einer Bausumme von DM 35 000.-- wurde ein Wirtschaftsraum, ein Nebenzimmer, zwei Umkleideräume, ein Schiedsrichterraum, ein Duschraum, ein Geräteraum, zwei Aborte und ein Pissoir, Speicher und Kellerräume geschaffen. Dazu wurde eine eigene Wasserversorgung mit Pumpwerk gebaut.

 

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1. Mannschaft 1958
von links: Schmidt, Jackermeier, Müller, Kaufmann, Arnold,
H. Wick, Hallweg, Trainer Fritz Schneider
gebeugt: Werner, Ernst, M. Wick
kniend: Kaupp, Greiner, Lovsky

 

Zum sportlichen Teil sei noch erwähnt, dass einige Jahre eine Handballabteilung geführt wurde. Trotz grossem Idealismus fand das Handballspiel in Haltingen keinen Anklang, so dass die Abteilung wieder aufgelöst werden musste.

In der II. Amateurliga konnte sich die 1. Mannschaft 3 Jahre halten und musste nach der Saison 1956/57 wieder in die A-Klasse ansteigen.
Ein Wiederaufstieg gelang ihr seither leider nicht mehr. Bis 1966 konnte sie sich in der A-Klasse halten und musste dann für zwei Jahre in der B-Klasse spielen. Dort schaffte sie 1968 zwar die Meisterschaft, aber schon ein Jahr später ging es in die B-Klasse zurück. Der allgemein gehegte Wunsch, im 50. Jubiläumsjahr wieder eine Klasse höher spielen zu können, ging leider nicht in Erfüllung. Die Vereinsführung hoffte aber, dass die Trainerarbeit von Fritz Kropf in der neuen Saison Früchte tragen würde und man mit neu eingesetzten Kräften wieder die höhere Spielklasse erreichen könne.

In der Generalversammlung kurz nach der Feier des 40-jährigen Jubiläums im Jahre 1960 übernahm Fritz Rapp anstelle von Friedrich Martin, welcher den Verein acht Jahre lang leitete, die Vereinsführung. Hatte es sich Friedrich Martin in seine Amtszeit zur Aufgabe gemacht, zusammen mit seinen Mitarbeitern, voran das Ehrenmitglied Fritz Zeller, das bereits erwähnte Vereinsheim zu erstellen, so wurde in einer Vorstandssitzung im Februar 1961 unter der Leitung von Fritz Rapp der Beschluss gefasst, die nötigen Schritte für eine vollständige Erneuerung des Spielfeldes in die Wege zu leiten. Mit grosszügiger Unterstützung der Gemeinde, mit Totomitteln und nicht zuletzt durch eine erfreulicherweise erhebliche Eigenleistung, war es möglich, die Finanzierung sicherzustellen.

Viel Kleinarbeit musste geleistet und ein Ausweichplatz gefunden werden. Auch hier schritt die Gemeinde helfend ein und stellte dem Verein die Gemeindewiese zwischen dem Schützenhaus und der Firma Bochmann zur Verfügung, die auch heute noch als Trainings- und Ausweichplatz dient. Aber mitten diesen Vorbereitungsarbeiten wurde im Spätjahr 1961 Fritz Rapp durch einen tragischen Arbeitsunfall aus seinem Schaffen gerissen. Den Verein traf dieser Verlust sehr schwer. Er wird in den Reihen der Haltinger Fussballer unvergessen bleiben.

Das Ausscheiden von Fritz Rapp machte am 8. Dezember 1961 eine ausserordentliche Generalversammlung notwendig, in der sich Friedrich Martin bereit erklärte, das Amt des ersten Vorsitzenden bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung zu übernehmen. Am 22. Juni 1962 übernahm dann Gottlob Lonhard die Vereinsführung. Unter seiner Regie gingen dann die Arbeiten am neuen Platz rüstig voran. Dabei mussten rund 12 000 Kubikmeter Erde bewegt werden, um den Platz in den heutigen Zustand zu versetzen. Erfreulich war, dass freiwillige Helfer des Vereins 3 600 Arbeitsstunden aufbrachten, um die Spielfeldumzäunung zu erstellen, die Eingangstore anzufertigen, die Planierarbeiten um den Platz auszuführen, die Platzumzäunung zu errichten und vieles andere mehr, was mit dem Platzbau zusammenhing. Anschliessend musste der Platz aber auch gehegt und gepflegt werden. Um diese Arbeiten haben sich vor allem Sepp Beha, Alfred Ernst und Gottlob Lonhard angenommen. Wenn heute der Platz einen solch schönen Rasen aufweist, dann ist es hauptsächlich der Verdienst dieser drei Mitglieder. Ihnen gilt an dieser Stelle ein aufrichtiges Wort des Dankes.

Seit dem Jahre 1965 leitete dann Erhard Lovsky, der schon in früheren Jahren in verschiedenen Eigenschaften der Vorstandschaft angehörte, das Vereinsschiff. Ihm und den Männern seiner Vorstandschaft war es aufgetragen, die dritte grosse Aufgabe in den Jahren nach dem Krieg durchzuführen.

 

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Traditions-Mannschaft anlässlich der Sportplatz-Einweihung 1965 gegen Sportfreund Basel
von links: Harry Sachs, Fritz Buss, Fritz Bross, Sepp Beha,
Siegried Graf, Kurt Lehmann, Alfred Ernst, Hanspeter Krauss
kniend: Franz Oberle, Gottlob Lonhard, Willi Säbele

 

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Die Mannschaften des Werbespieles bei der Sportplatz-Einweihung 1965
FC Emmendingen - Oberrhein-Auswahl

 

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Meister der B-Klasse 1967/68
von links: Ernst Schmidt, Hanspeter Lonhard, Karlheinz Sicklinger, Gernod Kaupp,
Helmut Kaufmann, Heinz Zöbelin, Karlheinz Zöbelin, Ernst Weiss,
Gunter Klemm, Helmut Greiner, Heinz Winterhalder, Eugen Vogt

 

Bereits 1966 fasste die Vereinsführung den Entschluss, das Vereinsheim umzubauen und zu erweitern. Von da an bis zum Baubeginn im November 1968 war es allerdings noch ein weiter und auch steiniger Weg, machte doch die Finanzierung erhebliche Schwierigkeiten. Der Antrag zum Umbau und der Finanzierungsplan wurde im Juni 1968 der Generalversammlung vorgelegt, welche dem Baubeginn grünes Licht gab. Nach der Bauzeit von knapp einem Jahr konnten die vergrösserten Duschanlagen bereits in Betrieb genommen werden. Die Notwendigkeit einer Erweiterung ergab sich vor allem dadurch, dass die sanitären Einrichtungen im bisherigen Heim nicht mehr den vorgeschriebenen Anforderungen entsprachen. Diese wurden in den Kellerräumen völlig neu errichtet.

Durch die Erweiterung wurde auch für die Wirtschaftsräume mehr Platz geschaffen und für die Familie Heitzmann als Vereinswirt im ersten Stock eine geräumige Wohnung eingerichtet. Ebenfalls erhielt das Heim eine zentrale Ölheizung. Das neue Heim wurde am 14. März 1970 offiziell seiner Bestimmung übergeben.

 

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Vorderansicht des Vereinsheimes bei der Sportplatz-Einweihung 1965

 

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Das Vereinsheim während des Umbaus im Spätjahr 1968

 

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Das neue Vereinsheim nach dem Umbau 1970

 

Als sehr erfreulich darf herausgestellt werden, dass die Mitglieder mit über 4000 freiwilligen Arbeitsstunden wesentlich mitgeholfen hatten, für den Verein dieses Domizil zu schaffen, das höchsten Ansprüchen genügte. Damit hatte sich die Vorstandschaft einen Marktstein in der Geschichte des Vereins gesetzt. Sie hatte nichts versäumt, hierfür vor allem auch die finanziellen Grundlagen zu schaffen, indem sie jedes Jahr das traditionelle Alte-Herren- und Grümpelturnier durchführte und vor allem die Fasnachtsveranstaltungen von Jahr zu Jahr weiter ausgebaut hatte.